• Kai

Travemünde www.travemuender-woche.com


Ihren Travemünder Woche-Auftritt beendet, haben am Donnerstag die Akteure der Kielboot-Trapezklasse Asso99. Hier durfte sich der Ungare Szabolcs Detre mit seinen fünf Crew-Mitgliedern über den Erfolg im Euro Cup freuen. "Es hat unglaublich Spaß gemacht heute. Mit vier Rennen war es aber auch ein anstrengender Tag", erklärte der Olympia-Dritte von 1980 im Flying Dutchman. Seit zehn Jahren segelt der Ungare vom Plattensee die Asso-Klasse und ist begeistert: "Ein tolles Boot, bei allen Bedingungen schnell, dabei aber auch stabil zu segeln. Es fliegt fast über die Wellen." Travemünde, Travepromenade, direkt neben der Überseebrücke. Der Urenkel des letzten Bayern-Königs, Seine Königliche Hoheit, Luitpold Rupprecht Heinrich Prinz von Bayern, hält Hof. Zu seiner Entourage gehören ein Kielboot, seine Mannschaft, inklusive der Prinzen Heinrich (24) und Karl (23), zehn Fässer Bier und ein Bootstrailer mit Zapfanlage. „Bei uns in Bayern gehört Bier zum Grundnahrungsmittel“, erzählt er lachend und dreht den Hahn auf. König Ludwig Dunkel aus der hauseigenen Schlossbrauerei. Prinz Luitpold – eine Hoheit zum Anfassen. Staubige Seglerschuhe, rote Hose, schwarzes Shirt und immer das Handy am Ohr. Der 59-Jährige ist Geschäftsmann, hat gerade die größten Ritterspiele Europas auf seinem Schloss Kaltenberg organisiert. „1200 bezahlte Künstler, 100 000 Zuschauer an zehn Tagen, das war okay.“ Erst Gaukler, jetzt Segler, der erste blaublütige zur Travemünder Woche seit mehr als 30 Jahren. „Ich bin froh, jetzt aufs Wasser zu können, war in den Siebzigern schon hier, ein sehr schönes Revier.“ Aus gutem Grund: Vor 34 Jahren segelte er auf der Förde Zwei-Tonner, lag mit bayrischer Fahne am Heck. „Das störte einen Polizisten, der meinte, dass dies nicht so gehe und uns zehn Mark Strafe aufbrummte.“ Als wir lasen, dass er Augustin heißt, stimmten wir ,Oh du lieber Augustin an’ und bekamen Hafenverbot.“ Die Quittung kam Wochen später: Ein Strafverfahren über 5000 Mark vom Amtsgericht Kiel. Geschichte. In Travemünde segelt er Asso99, eines von 150 in Europa. „Ich fahre das seit 13 Jahren, habe immer noch große Freude. Das Boot wiegt nur 1100 Kilo, wird mit sechs Mann gesegelt, drei davon im Trapez.“ Einmal auf seinem Boot („König Ludwig Dunkel“ – was sonst) ist der Prinz in seinem Element, zeigt, erklärt, taucht ins Cockpit: „Schau hier, kein Luxus.“ Und wie segelt es sich? „Es wird wie eine Jolle gesegelt, ist wie eine Frau, feinfühlig, reagiert anspruchsvoll und es verträgt viel Wind.“ Kostenpunkt? „50 000 Euro. Das ist kein teures Schiff.“ Und wie ist der Prinz an Bord? „Wir sagen Lui. Wenn wir Luitpold sagen würden, oder Seine Hoheit, wäre das Manöver schon vorbei“, erzählt Crewmitglied Martin Endres. „Lui ist einer wie du und ich. Und er segelt sehr gut.“ Sein Sohn, Prinz Heinrich, der nach zwei Reifenplatzern mit dem Boot erst nach 26 Stunden in Travemünde ankam, formuliert schon mal den Anspruch: „Wir wollen beim Euro-Cup schon aufs Podest.“ Die Belohnung an Land steht schon jetzt fest: Ein frisches König Ludwig Dunkel. Wenn es denn bis morgen Abend reicht . . ."


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