Das war Ungarn 2020

Zur ungarischen Meisterschaft sind dieses Jahr Luitpold, die SeidlSeals, Gerold Krause, und das neue Team vom YCBL mit ihrer KreutzAsso angereist, sodass wir zusammen mit den 12 ungarischen Teams 16 Schiffe an der Startlinie waren. Einige Teams waren schon Tage vorher da, um zu trimmen, zu Schwimmen und ein paar Trainingsschläge zu segeln.

Am Freitagabend erledigten wir das offizielle: Melden, Wiegen und alles was sonst noch zu tun ist. Die SeidlSeals belegten beim Wiegen gleich den ersten Platz als sie mit 519,2 kg am nächsten an der Zielmarke von 520kg waren. Luitpold hatte zuvor bereits tagelang gefastet, blieb aber mit Mannschaft auch unter 520 kg.

Am Donnerstagmittag wurde die Regatta offiziell eröffnet. Der Donnerstag war mit wechselnden Windbedingungen auch gleich eine Herausforderung. Wir starteten sieben Mal, um am Ende drei gewertete Wettfahrten zu haben. Zwei Wettfahrten wurden wegen Windmangel abgebrochen. Weitere zwei wegen mangelnder Disziplin an der Startlinie. Die Wettfahrtleitung zögerte nicht lange und unter "black flag" gab es dann immer noch zwei Frühstarter mit BFD. Naja, für viele war es die erste Regatta der Saison und alle konnten es einfach nicht erwarten.

Das beste deutsche Ergebnis erzielte Luitpold mit einem fünften Platz in der ersten Wettfahrt.

Danach lief es nicht mehr so gut für die Deutschen. Am Abend war Luitpold achter, die KreutzAsso 13., Gerold 15. und die Seidler 16.

Am Freitag hatten wir dann gute 3-4 Bft. aus wechselnden Richtungen und mit Pausen dazwischen. Es wurden ebenfalls drei Wettfahrten gestartet. Wettfahrt Nummer fünf war dabei eine ganz besondere. Nach einer guten Stunde Liefen ALLE Schiffe innerhalb einer Minute ins Ziel ein. Sowas sieht man auch nicht oft und verdeutlicht, wie eng die Leistungsdichte ist, wenn es bei allen rund läuft.

Unterm Strich lief es für uns nicht so gut. Am Ende des Tages war Luitpold auf dem 12. Platz zurückgefallen, Gerold belegte Platz 13, die KreutzAsso war 15. und die Seidler schafften es nicht vom 16. Platz nach vorne zu kommen.

Neuer Tag, neues Glück! Am Samstag herrschten ähnliche Bedingungen, wie an den Tagen zuvor. Es konnten mit einiger Wartezeit erneut drei Wettfahrten durchgezogen werden. Hierbei passierte nichts Spektakuläres. Keine Frühstarts, keine Proteste, keine DSQs. Als ob wir alle eine SKS Prüfung ablegen würden. Naja, das Endergebnis hat sich kaum noch verändert. Luitpold wurde zehnter, Gernoth 13., die Kreutzasso 15. und die SeidlSeals 16. Die Konkurrenz der ungarischen Teams ist außerordentlich stark.

Am Sonntag fand keine Wettfahrt mehr statt, weil kein Wind ging. Die meisten Mannschaften machten sich bereits klar, um abzureisen. Gernoth kämpfte mit einem technischen Problem am Trailer, die SeidlSeals zeigten den Ungarn, wie man richtig Kartenspielt und die KreutzAsso und Luitpold fuhren nachmittags heimwärts.

Sieger wurde die Fantomasso, die sich über alle Tage einen erbitterten Kampf mit den Detre Brüdern auf Infla Deus lieferten. Die Detres vergaben Ihre Führung mit einem OCS in der 7. Wettfahrt. Auf den Plätzen drei, vier und fünf fanden sich mit 23, 24 und 25 Punkten die Csimborasszo, Peecasso und die Thomasso.

Der ausrichtende Spartacus Sailing Club hat sowohl auf dem Wasser als auch an Land sehr gute Arbeit geleistet. Auch die geografische Lage des Vereins hat überzeugt, denn dadurch konnte der Regattakurs je nach Windbedingungen flexibel auf einer der beiden Seeseiten ausgelegt werden. Die Wettfahrtleitung arbeitete souverän. Abends gab es jeden Tag Freibier und am Samstagabend ein opulentes Abendessen.

Es war eine sehr gelungene Regatta und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

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